Ich schreibe jetzt mal lieber immer den Wochentag und das Datum dazu. Denn so langsam komme ich selber auch aus dem Tritt und weiss nicht mehr genau, welcher Tag eigentlich ist. Aber ich weiss genau, daß Mittwoch mein Bruder Frankie Geburtstag hat. Also Ihr könnt ihm über das Gästebuch alle gratulieren und diejenigen, die ihn persönlich kennnen, rufen selbstverständlich an :-))))
Also Montag, 12. Mai und wir waren beim Devils Gate. Das ist ein heftiger Bergeinschnitt in Wyoming. Hier lebten einst die Indianer und deren Geschichte geht wie folgt: Über den Berg floss der Sweatwater River und in dem lebte ein böses Ungeheuer mit riesigen scharfen Klauen. Ein heiliger Mann der Indianer hatte die Vision, daß die Indianer dieses Ungeheuer bekämpfen sollten. Darauf stellten sich die Krieger auf beiden Seiten des Sweatwater Rivers auf und beschossen das Ungeheuer mit unzähligen Pfeilen. Das Ungeheuer wurde rasend vor Wut und schlug zornig mit seinen Krallen nach den Indianern. Damit schlug es das Devils Gate und ward nie mehr gesehen. Das die Geschichte stimmen muss, seht ihr an den Bildern.
Wir waren ca. 3 Stunden bis dorthin unterwegs und ziemlich enttäuscht, als die Besichtigung auf einer Plattform ca. 2 Kilometern vor Devils Gate endete. Das sollte jetzt alles gewesen sein - man konnte den Berg nur aus der Ferne sehen. Weiter unten sahen wir eine Straße und dieser sind wir einfach gefolgt. Diese führte uns zu Martins Cove - das scheint eine Art Pilgerort zu sein - hier pilgern wohl im Sommer etliche Leute hin und folgen eine Zeit lang dem Oregon Trail.
Ein älterer Herr erklärte uns den Fußweg zum Devils Gate. Natürlich war auch er schon mal in Germany. Komischerweise waren alle Leute, mit denen wir sprechen schon mal in Germany. Sie zählen dann auf wo sie schon überall in "Germany" waren: Prag, Kiev, London, Wien, Holland....... :-)))) Dieser war aber tatsächlich schon mal in Ramstein. Wir sind dann seinen Wegbeschreibungen gefolgt und wurden mit einem echten Gegenüber mit dem Devils Gate belohnt. Dude hat sogar ein wenig im Sweatwater River gebadet. Wir hätten auch die Felsen weiter raufklettern können - wir haben aber gerne darauf verzichtet. Denn in den Spalten der Felsen überwintern die Klapperschlangen und wandern dann im Sommer durch das Tal weiter in die Wüste. Ungerne wollte ich beim Festhalten in eine Klapperschlange greifen.... Ausserdem war es nach dem sonnigen Tag am Sonntag (wie gesagt: erster Sonnenbrand) schei..... kalt. Für die Schlangen war mir das ganz recht - aber wir haben ganz schön gefroren. Auf der Weiterfahrt hatten wir sogar Schnee - vielleicht ist das auf dem einen Foto ein wenig erkennbar.
Auf jeden Fall wieder ein interessanter Tag und dann ging es weiter nach Buffalo......