Dienstag, 13. Mai 2008
Heute sind wir den letzten Tag in Wyoming unterwegs und besuchen den Devils Tower. Ein gigantischer Berg am Rande der Black Hills. Er ist 264 m und besteht aus Magma. Es gibt 3 verschiedene Versionen, wie er entstanden sein kann. Ein unterirdischer Vulkan hat das Magma nach oben geschoben und so den Berg unter der Erde entstehen lassen. Im Laufe der Jahre wurde die Erde abgetragen und der Berg ist stehengeblieben.
Die indianische Geschichte finde ich persönlich wieder schöner. Wenn man vor dem Berg steht und einem die Geschichte durch den Kopf geht - dann kann es nur so gewesen sein.
Der Sage nach entstand Mateo Tepee (wie ihn die Indianer nennen), als ihre Vorfahren in dieser Gegend ein Dorf errichteten. Eines Tages spielten sieben kleine Indiandermädchen in einiger Entfernung zum Dorf. Sie wurden von mehreren Bären entdeckt und die Mädchen eilten zum Dorf. Die Bären jedoch erreichten die Mädchen weit vor dem Dorf. In ihrer Not kletterten die Mädchen auf einen kleinen Felsbrocken. Sie flehten den Stein an: "Fels, habe Mitleid mit uns, Fels rette uns". Der Fels erhörte die Mädchen und fing an in die Höhe zu wachsen. Die Bären sprangen den Felsen in ihrer Wut an, brachen riesige Felsbrocken aus ihm heraus und kratzten mit ihren Krallen tiefe Rillen und Spalten in den Felsen, jedoch konnten sie die Mädchen nicht erreichen. Der Fels wuchs und wuchs bis in den Himmel hinein.
Idiotischerweise sind hier "Hunde verboten". Aber zum Glück haben wir ja einen Chesapeake Bay Retriever - den lieben die Leute hier. In Deutschland kennt kein Mensch die Rasse und hier kennt ihn jeder - aber keiner hat Einen. Eine der Parkwächterinnen hat zumindest einen Chesapeake Mischling und die war nur zu gerne bereit auf unseren Dudi eine Stunde aufzupassen. Wir sind dann in der Zwischenzeit einmal um den Berg herum gewandert.
Er ist bei den Indianern heilig und es werden häufig Zeremonien abgehalten. Es gibt auch ein Hinweisschild, daß man diese Zeremonien nicht stören soll. In den Bäumen haben wir einige Zeichen dieser Zeremonien gefunden. Es sind kleine bunte angeknotete Tücher an den Ästen zu sehen. Oder es werden kleine Beutel mit Tabak als Geschenke für die Geister befestigt. Leider habe ich sehr wenige Bilder machen können, da der Akku meines Fotoapparates leer wurde.
Somit habe ich leider keine Bilder von den Prairiehunden die am Ausgang des Parks zu hunderten über die Wiese wuseln und auch keinerlei Scheu besitzen. Auf den Schildern stand: don`t feed the prairiedogs. Unserem Dude haben wir aber vorgelesen: don`t eat the prairiedogs. Er war über das ganze Gewusel ganz aus dem Häuschen.
Für die Nacht hatten wir uns ein kleines Cottage in den Black Hills ausgesucht. Waren aber absolut entsetzt über das Aussehen und die Lage. Wir fuhren durch Deadwood - ein heruntergekommenes Mini-Las Vegas. Hier hat der Goldrausch stattgefunden. Der ganze Ort besteht nur aus Spielhöllen und auf westernart gemachte Spelunken. Hinter Deadwood fanden wir dann das Cottage. Wir sind garnicht erst ausgestiegen sondern gleich weiter Richtung Spearfish. Durch Zufall haben wir im Wald ein wunderschönes Hotel entdeckt und trotz des noblen Aussehens mal nach dem Preis gefragt. Wir hatten Glück: Hunde erlaubt - Internet vorhanden - und ein super Preis, da die Skisaison vorbei war. Also werden wir ausnahmsweise mal 3 Tage an einem Ort bleiben. Zum ersten mal den Koffer auspacken :-)))))