Fort Robinson / Nebraska

Dienstag/Mittwoch, 10./11. Juni 2008

Auf unserer geplanten Tour nach Chadron offenbarte sich uns auf einmal mitten in der Pampa: Fort Robinson. Es ist ähnlich wie Fort Laramie angelegt, mit vielen historischen Gebäuden, Museen und einem großen Exerzierplatz. Zusätzlich bietet Fort Robinson Übernachtungsmöglichkeiten wie Cabins, Häuser oder Zimmer im Haupthaus. Nachdem wir uns ein paar Minuten umgeschaut haben und die Ruhe und Gemütlichkeit einfach hinreißend fanden, haben wir uns entschlossen zwei Nächte zu bleiben. Tilo hat uns ein schönes Zimmerchen gebucht und wenige Stunden später sollten wir die Schlüssel bekommen.

Leider bietet Fort Robinson keine Internetverbindung. Man gab uns den Tipp einfach nach Crawford wenige Meilen entfernt in die Bibliothek zu fahren. Das ist der einzige Ort mit Internetverbindung. Da wir ja noch Zeit hatten, haben wir das gleich mal in Angriff genommen. Crawford ist ein gemütliches Städtchen mit ca. 1.000 Einwohnern. Nur mal am Rande: auf den Ortseingangsschildern steht immer die Einwohnerzahl, eben z.B. 1.000 Pop und zusätzlich meistens irgendwas mit 2.500 Elev. Pop ist klar – ist Population – eben Einwohner. Elev war uns eigentlich auch klar – aber wir wussten nicht, was die jeweils mit 2.500 Elevators (Aufzügen) machen. Das war jedesmal ein Spaß beim nächsten Ort. Wo haben die nur die vielen Aufzüge????? Mittlerweile wissen wir, dass es sich hier um die Höhe des Ortes (Elevation) handelt. Aber den Spaß war es jedesmal wert...

In Crawford scheint die Zeit stillzustehen. Das haben wir dann auch in der Bibliothek gesehen. Sie ist in einer kleinen alten Kirche untergebracht. Die Bibliothek besteht aus einem Raum der vollgepackt ist mit abgegriffenen Kitschromanen, Kinderzeichnungen, Bastelarbeiten – einfach urgemütlich. Hier arbeiten zwei unheimlich alte und unheimlich nette Damen. Sie haben uns ganz herzlich begrüßt und wollten natürlich alles über uns und den Hund wissen. Aus allen Ecken kamen noch mehr alte Damen dazu und haben mit uns geplaudert. Irgendwann sind wir dann doch noch zum arbeiten gekommen.

Fort Robinson wurde 1873 errichtet und 1878 nach Levi H. Robinson benannt. Heute bietet es viele Möglichkeiten einige ruhige Tage zu verbringen. Vor allem ist das Essen hier „soldatenmässig“ gut. Reichlich – viel Fleisch – und einfach lecker. Das Frühstück ist eine Wucht: Spiegeleier mit Rösties, Toast, Speck und natürlich ERDBEERMARMELADE (die Amis können es einfach nicht lassen). Heisst hier: two eggs sunny side up, hashbrownes, Sourdough Toast, Bacon and Jelly. Und Kaffee bis zum abwinken.

Aber das allerbeste hier ist die Limonade. Jeder kennt die Szene aus einem guten Western. Die Cowboys sitzen nach getaner Arbeit auf der Veranda des Boss. Es ist unheimlich heiß und die Jungs schwitzen. Dann kommt die Dame des Hauses heraus und trägt ein Tablett mit einem großen Krug und Gläsern. In dem Krug ist natürlich die hausgemachte Limonade mit viel Eis. Genauso wie in dem Film schmeckt diese hier auch. Nach jedem Spaziergang haben wir uns auf die Veranda gesetzt und Limonade getrunken.

Fahrräder haben wir uns geliehen und sind zu einem nahe gelegenen See gefahren. In dem Rädershop habe ich dann tatsächlich „Bonanza Räder“ entdeckt. Jeder Junge der was auf sich hielt, hatte in den 70ern ein Bonanza Rad. Meine Brüder Ralf und Frank bekamen natürlich auch welche. Die Ehrenrunde habe ich natürlich nur für Euch gedreht.... !!!

Auf dem Exerzierplatz sollte Dudi eigentlich ein wenig exerzieren üben...:-)) Aber der hatte bei den Temperaturen bis zu 29 Grad C einfach keine Lust und hat sich kurzerhand platsch auf den Boden fallen lassen.

Morgen geht’s dann tatsächlich weiter nach Chadron...

Haupthaus Fort Robinson

Rückseite - wo ist Tilo?

... und ich

Elke mit double Limonade

Tilo sucht noch aus...

ich hab schon..

unsere geliebte Bibliothek

Dudi der Exerzierhund

meine Biker

schöööön warm

hol das Stöckchen

na klar.... platsch

schöner See

Landschaft am Fortungebetener Gast

Bonanza Rad

Dudi will auch

Ehrenrunde