Piemont - Canelli / Asti

Freitag, 21. August 2015

Piemont in der Nähe von Asti sollte unsere letzte Station in Italien sein. Nachdem wir ein Fiasko bei der Anreise unseres gebuchten "Hauses" erlebt haben, sind wir noch schön untergekommen. Unser gebuchtes "Haus" stellte sich als Geräteschuppen raus - winziges Zimmer mit Küche und einem Kinderdoppelbett als Schlafstelle :-)

<--break- />An dem dazugehörigen Pool saß der Schwiegervater - blankbäuchig. Christina die Vermittlerin hat die Situation gerettet und hat uns ein Haus mitten in den Weinbergen angeboten. Hier wohnten wir die letzte Woche und genossen das Weingebiet Piemont. Überwiegend wird hier Asti Spumante in Form des leckeren zuckersüßen Moscato gewonnen. Ich kann mich daran erinnern, dass wir den früher mit Vorliebe getrunken haben. 

In "unseren" Weinbergen standen unzählige Obstbäume. Das haben wir genutzt und haben kiloweise Pfirsiche, Äpfel, Birnen "geklaut" und verschmaust. Das Essen hier ist auch wieder mal phantastisch. Wer Urlaub in Italien macht, sollte unbedingt nach sogenannten "Agrotourismus"-Höfen Ausschau halten. Das sind modernisierte ehemalige Hofanlagen in denen man günstig wohnen kann. Meist mit Pool - aber immer mit einer phantastisch guten Küche. Man muss nicht hier wohnen, um ein Abendessen zu bekommen. Meist gibt es für 20-25 € ein Menü - incl. Wein, Kaffee, Dessert. Wir haben dort in den letzten Wochen öfter gut gegessen.

In einem Restaurant wurde uns ein Winzer ganz in der Nähe empfohlen. Wir sind natürlich gleich am nächsten Tag einfach mal da aufgekreuzt und haben nach einem Winetasting gefragt. Wir wurden gleich in die Fertigung geführt. Uns wurden ca. 25 Flaschen Wein präsentiert - beginnend mit Weißwein - dann Rose - dann Rotwein - dann kam der süße Dessertwein - und zum Schluss selbstgebrannter Grappa. In dieser Reihenfolge sollten wir uns durchtrinken. ...Entschuldigung: durchtesten! Dazu kam ein Brett mit dem sagenhaften Schinken und schon gings los. 

Wir haben einige Flaschen gekauft und wurden anschließend durch die gesamte Fertigung - Lagerung - Weinkeller - Weinsilos geführt. Selbstverständlich durften wir erst fahren, nachdem wir noch einen Espresso und Grappa mit den Winzern getrunken hatten.

Diese sagenhafte Freundlichkeit hat uns in der ganzen Zeit hier begleitet. Das wird mir bei Italien immer in Erinnerung bleiben. Diese netten unglaublich freundlichen und lebenslustigen Menschen. Ob Alt oder Jung – alle waren für einen Kontakt offen und absolut hilfsbereit. Trotz Sprachbarriere – welche durch Hände und Füße überbrückt wurde – haben wir uns phantastisch „unterhalten“.

unser Ausblick von der Terrasse

 


Winetasting...

unser letztes Häusle bevor es in den Schwarzwald ging

bei Temperaturen unter 30 Grad konnten wir sogar wieder eine kleine Wanderung unternehmen